Bauchfotos und Kindergeburtstage ... alle Blogs verkommen gerade zu Alltagsallerlei ...
Mit einer Prise Sendungsbewusstsein hat es mal angefangen. Ich wollte mit meinem Blog die Situation von alleinstehenden Frauen mit Kinderwunsch etwas mehr in die Öffentlichkeit bringen.
Und dann ist der Blog recht schnell vom Allgemeinen ins Private abgeglitten. Natürlich, auch meine Geschichte - selbst das Wenige, was ich davon hier preisgebe - ist exemplarisch. Aber ich verzichte darauf, die Geschichten anderer Frauen hier zu erzählen (und ich kenne viele Singlefrauen, die Kinder wollen oder schon Kinder haben). Und ich verzichte darauf, hier allzuviele Details über die möglichen Wege zum Kind zu beschreiben.
Dieser Rückzug ins Private ist ein Trend. Kein schöner! Jemand aus dem Adoptionsumfeld hat das neulich gut beschrieben: Man könne auf den Seiten von Adoptiveltern jetzt nur noch von Kindergeburtstagen und ähnlichen Alltagsbanalitäten lesen, weil sich keiner mehr trauen würde, über die wirklich wichtigen Dinge zu schreiben. Und das ist leider wahr. Nach dem Maulkorberlass für Adoptionen - öffentliches Reden über Adoptionen ist unerwünscht und wird manchmal sogar mit Adoptionsstopp bestraft - haben alle Angst. Alle fürchten, Offenheit könne ihnen schaden. Oder ihren Kindern.
Und das ist nicht nur bei Adoptionen der Fall. Auch beim Thema Samenspende an Singlefrauen oder Fertilitätsbehandlung von Singlefrauen und lesbischen Frauen kann zu viel Offenheit Probleme bringen: für die Samenspenderkinder, für die Spender, für die Mütter, für die beteiligten Ärzte.
Ich bin kein Freund des goldenen Mittelwegs, den ich gerade gehe.
Freitag, 27. Februar 2009
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