Rentner haben niemals Zeit. Schwangere auch nicht. Zwar habe ich den ungewohnten Luxus, schon seit einiger Zeit nicht mehr arbeiten zu müssen, aber mir ist inzwischen schon schleierhaft, wie ich früher meinen Alltag und einen anstrengenden Job geschafft habe .. Es gibt ja so viel zu tun jeden Tag.
Eigentlich müsste ich mich mal im Kreißsaal anmelden. Und eine Wannenhalterung besorgen und anbasteln. Und so was aus der Kategorie Nestbau.
Statt dessen: in der Wohnung und auf dem Balkon stapeln sich Umzugskisten (Zweitwohnung gerade aufgelöst), im Wohnzimmer stapeln sich allerlei technische Geräte (mal schnell die Veranstaltungstechnik für Freunde gemacht), in drei Wochen ist die Abschlussarbeit fürs Aufbaustudium fällig (immerhin: letzte Woche schon das Thema angemeldet), dann müsste ich mal noch mein Büro räumen, eh mein Nachfolger da einzieht, allerlei Bürokratisches mit der Zweitwohnungsvermieterin klären, die Steuererklärung machen, damit dann die diversen Anträge auf Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld und Wohngeld raus können ... und und und.
Aus irgendeinem Grund bin ich der Überzeugung, dass ich viel mehr erledigen kann, wenn das Kind erst da ist. Mütter von Kleinkindern schauen mich da nur sehr mitleidig an ...
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Montag, 16. März 2009
Mittwoch, 18. Februar 2009
Real Life
Es gibt auch ein Leben außerhalb des Cyberspace, und irgendwie ging es da gerade sehr turbulent zu, deshalb war's hier etwas ruhiger.
Nicht nur, dass sich alle ringsum merkwürdige Krankheiten anschaffen (vom banalen Magen-Darm-Infekt steigert es sich über beidseitigen Hörsturz bis zu fehlgeschlagener Herzschrittmacher-OP und Lungenembolie), dann findet auch noch meine aus dem Ausland zum eigentlich dreiwöchigen Besuch angereiste Freundin, sie müsse sich die Treppe runterstürzen und das Sprunggelenk brechen ... So ein Tag in der Rettungsstelle, Heimkrankenpflege und Organisation eines Rücktransports über etliche Tausend Kilometer per Flugzeug mit provisorischem Liegegips bringen Schwung in den Alltag. Um Mitternacht gestern war sie endlich zu Hause, heute, spätestens morgen steht die operative Versorgung des Knochens an.
Und ich genieße den ersten Tag seit zwei Monaten, in dem ich meine Wohnung ganz für mich habe und keine Verpflichtungen auf mich warten.
Murkeline allerdings hat sich von den ganzen Trubel nicht beeinflussen lassen. Ihr geht's gut. Und mein Bauch wächst und wächst und wächst. Im Geburtsvorbereitungskurs bin ich, abgesehen von der Zwillingsmama, die Kugelrundeste - nur entbinden alle anderen schon im März und ich erst im Mai.
Nicht nur, dass sich alle ringsum merkwürdige Krankheiten anschaffen (vom banalen Magen-Darm-Infekt steigert es sich über beidseitigen Hörsturz bis zu fehlgeschlagener Herzschrittmacher-OP und Lungenembolie), dann findet auch noch meine aus dem Ausland zum eigentlich dreiwöchigen Besuch angereiste Freundin, sie müsse sich die Treppe runterstürzen und das Sprunggelenk brechen ... So ein Tag in der Rettungsstelle, Heimkrankenpflege und Organisation eines Rücktransports über etliche Tausend Kilometer per Flugzeug mit provisorischem Liegegips bringen Schwung in den Alltag. Um Mitternacht gestern war sie endlich zu Hause, heute, spätestens morgen steht die operative Versorgung des Knochens an.
Und ich genieße den ersten Tag seit zwei Monaten, in dem ich meine Wohnung ganz für mich habe und keine Verpflichtungen auf mich warten.
Murkeline allerdings hat sich von den ganzen Trubel nicht beeinflussen lassen. Ihr geht's gut. Und mein Bauch wächst und wächst und wächst. Im Geburtsvorbereitungskurs bin ich, abgesehen von der Zwillingsmama, die Kugelrundeste - nur entbinden alle anderen schon im März und ich erst im Mai.
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