Die Mutterbänder. Das ist mitnichten der Plural von Mutter-Kind-Bande nach Neuer Deutscher Rechtschreibung, sondern ein anatomisches Detail, dessen Vorhandensein manchen Glücklichen erst in der zweiten Schwangerschaft bewusst wird.
Gestern haben mich die Dinger zum ersten Mal gekriegt. Das Gehen wurde immer beschwerlicher, das Ziehen im Bauch immer stärker, bis Laufen gar nicht mehr ging, Sitzen kaum noch erträglich war und Liegen auch nur in einer einzigen Position möglich war, ohne dass der Schmerz völlig überhand nahm. Schmerz bis zur Übelkeit, und erst ein schlafähnlicher Zustand brachte etwas Erleichterung.
Heute ging es, mit Bewegungen in Zeitlupe war die Welt erträglich, sogar einen Spaziergang von fast einer halben Stunde habe ich geschafft.
Nun haben sich also die Mutterbänder ordentlich gedehnt. Sollen sie ja, dürfen sie ja, schließlich ist der Bauch die letzten drei Wochen rasant gewachsen. Aber in den Berichten der glückselig strahlenden Schwangeren kommt auch dieser kleine Nebeneffekt des Brütens nicht vor.
Von mir aus kann es gern zwischendurch mal eine kleine Wachstumspause geben, so zur Entspannung der brütenden Mama.
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Sonntag, 4. Januar 2009
Samstag, 27. Dezember 2008
Halbzeit
Jippijej, die Hälfte geschafft! Gestern war Brüte-Bergfest: 20 Wochen hab ich hinter mich gebracht, 20 liegen noch vor mir.
Und es geht mir gut. Und ich werde runder und runder. Und das liegt definitiv nicht an der vielen Weihnachtsschokolade.
Und es geht mir gut. Und ich werde runder und runder. Und das liegt definitiv nicht an der vielen Weihnachtsschokolade.
Freitag, 19. Dezember 2008
Ball flach halten
Nun doch.
Die letzten Tage hatte ich doch tatsächlich Oberwasser, mir ging's gut, arbeitsfrei und ein paar Tage Winterurlaub haben Wunder gewirkt, und ich hab mir doch tatsächlich gewagt, mich entspannt und voller Vorfreude richtig übers Schwangersein zu freuen.
Dafür hatte ich dann heute beim Ultraschall (den ich ja zu meiner eigenen Beruhigung gerne wollte) ein übles Déjà-vu: 20. Woche, tief sitzende Plazenta. Nicht schon wieder! Ich würde glatt den ganzen Tag Kopfstand machen oder Dinkelkörner in magischen Kreisen auslegen, wenn ich wüsste, dass der olle Mutterkuchen davon wieder hoch wandert ;-)
Naja, eigentlich ist mir nicht wirklich nach Scherzen zumute.
Die letzten Tage hatte ich doch tatsächlich Oberwasser, mir ging's gut, arbeitsfrei und ein paar Tage Winterurlaub haben Wunder gewirkt, und ich hab mir doch tatsächlich gewagt, mich entspannt und voller Vorfreude richtig übers Schwangersein zu freuen.
Dafür hatte ich dann heute beim Ultraschall (den ich ja zu meiner eigenen Beruhigung gerne wollte) ein übles Déjà-vu: 20. Woche, tief sitzende Plazenta. Nicht schon wieder! Ich würde glatt den ganzen Tag Kopfstand machen oder Dinkelkörner in magischen Kreisen auslegen, wenn ich wüsste, dass der olle Mutterkuchen davon wieder hoch wandert ;-)
Naja, eigentlich ist mir nicht wirklich nach Scherzen zumute.
Donnerstag, 18. Dezember 2008
Das Große Räumen
Am Sonntag kommt großer Besuch: Dieser junge Mann wird für einen Monat einziehen.

Jetzt rattert die Waschmaschine mit der Kinderbettwäsche, ich schraube am Kinderhimmelbett herum, und der Kinderwagen bekommt eine Tiefenreinigung. Nachher kommen die Männer von der Spedition und bauen den neuen Schrank auf ... Große Schritte in Richtung kindtaugliche Wohnung, vor allem in Richtung: Es ist wahr, da kommt tatsächlich wieder ein Kind in mein Leben!
Der Bauch wächst in den letzten Tagen rasant, gefühlt einen Zentimeter pro Tag. Im Wintermantel war mir noch vor zwei Wochen nichts anzusehen, jetzt gehen schon nicht mehr alle Knöpfe zu.
Jetzt rattert die Waschmaschine mit der Kinderbettwäsche, ich schraube am Kinderhimmelbett herum, und der Kinderwagen bekommt eine Tiefenreinigung. Nachher kommen die Männer von der Spedition und bauen den neuen Schrank auf ... Große Schritte in Richtung kindtaugliche Wohnung, vor allem in Richtung: Es ist wahr, da kommt tatsächlich wieder ein Kind in mein Leben!
Der Bauch wächst in den letzten Tagen rasant, gefühlt einen Zentimeter pro Tag. Im Wintermantel war mir noch vor zwei Wochen nichts anzusehen, jetzt gehen schon nicht mehr alle Knöpfe zu.
Montag, 8. Dezember 2008
Schluss mit Ruhe im Karton
Endlich! Als ich mich gestern nach des Tages Mühen endlich im Bett drapiert hatte, hab ich dem Murkel wohl einen Zwangskopfstand beschert - jedenfalls fühlte er sich zum ersten Mal bemüßigt, sich mal energisch von innen zu melden.
Ich bin ja schon seit zwei Wochen sehr unruhig, wann's denn endlich soweit sein wird, aber der kleine Faulpelz hat mich zappeln lassen ... bis gestern. Da hat er dann gleich mehrmals zugetreten, sehr kräftig für solch ein winziges Wesen. Vorher gab es immer nur mal Andeutungen, ganz zart, ein Hauch von Vielleicht.
Vor Erleichterung - und weil die Tritte so niedlich komisch waren -, musste ich so laut lachen, dass Frau Katze vor Schreck aus dem Bett sprang.
Ihr stehen unruhige Zeiten bevor, ich hab's ihr gesagt, aber sie glaubt es noch nicht.
Ich bin ja schon seit zwei Wochen sehr unruhig, wann's denn endlich soweit sein wird, aber der kleine Faulpelz hat mich zappeln lassen ... bis gestern. Da hat er dann gleich mehrmals zugetreten, sehr kräftig für solch ein winziges Wesen. Vorher gab es immer nur mal Andeutungen, ganz zart, ein Hauch von Vielleicht.
Vor Erleichterung - und weil die Tritte so niedlich komisch waren -, musste ich so laut lachen, dass Frau Katze vor Schreck aus dem Bett sprang.
Ihr stehen unruhige Zeiten bevor, ich hab's ihr gesagt, aber sie glaubt es noch nicht.
Freitag, 5. Dezember 2008
Tag 120
Heute läute ich offiziell den fünften Monat ein. Es geht voran! Fünfter Monat klingt schon ernsthaft nach Kinderkriegen.
Die Zeit bis zur letzten Vorsorgeuntersuchung ist so langsam vergangen, dass ich der Ärztin erklärt habe, wir müssten jetzt kürzere Intervalle einführen, weil ich mich sonst verrückt mache vor lauter Sorge, ob alles gut geht. Sie war ohne Diskussion einverstanden; manchmal sind die vielen Kreuzchen auf der Risiko-Liste doch ein Vorteil.
Alle bisherigen Sorgen scheinen jedenfalls nur von der hysterischen Hystera konstruiert gewesen zu sein - organisch war alles in Ordnung bei der Untersuchung am Montag. Das Kindchen zeigte sich bequem lümmelnd in seiner Höhle, es hatte sich so drapiert, als säße es in einem Designer-Liegesessel. O-Ton Frauenärztin: "Ein fotogenes Kind", das sich unbeirrt immer wieder im Profil zeigte und keine Lust dazu hatte, bei so banalen Dingen wie dem Vermessen der Schädelgröße mitzuspielen. Nun ja, dass da Eigensinn in den Genen sein wird, sollte mir ja klar sein.
Von Kopf bis Popo ist das (ja, immer noch das) Murkel etwa 11 cm lang, das ist in Ordnung für die 17. Woche. Der Superextra-Ultraschall, der so genannte große Organ-Ultraschall, wird leider erst im Januar sein, bei 22+0. Es klingt so phantastisch, für die 23. Woche einfach so einen Arzttermin auszumachen, bisher verbinde ich diese Zeit nur mit Risikoüberwachung im Krankenhaus.
Die Zeit bis zur letzten Vorsorgeuntersuchung ist so langsam vergangen, dass ich der Ärztin erklärt habe, wir müssten jetzt kürzere Intervalle einführen, weil ich mich sonst verrückt mache vor lauter Sorge, ob alles gut geht. Sie war ohne Diskussion einverstanden; manchmal sind die vielen Kreuzchen auf der Risiko-Liste doch ein Vorteil.
Alle bisherigen Sorgen scheinen jedenfalls nur von der hysterischen Hystera konstruiert gewesen zu sein - organisch war alles in Ordnung bei der Untersuchung am Montag. Das Kindchen zeigte sich bequem lümmelnd in seiner Höhle, es hatte sich so drapiert, als säße es in einem Designer-Liegesessel. O-Ton Frauenärztin: "Ein fotogenes Kind", das sich unbeirrt immer wieder im Profil zeigte und keine Lust dazu hatte, bei so banalen Dingen wie dem Vermessen der Schädelgröße mitzuspielen. Nun ja, dass da Eigensinn in den Genen sein wird, sollte mir ja klar sein.
Von Kopf bis Popo ist das (ja, immer noch das) Murkel etwa 11 cm lang, das ist in Ordnung für die 17. Woche. Der Superextra-Ultraschall, der so genannte große Organ-Ultraschall, wird leider erst im Januar sein, bei 22+0. Es klingt so phantastisch, für die 23. Woche einfach so einen Arzttermin auszumachen, bisher verbinde ich diese Zeit nur mit Risikoüberwachung im Krankenhaus.
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