Sonntag, 31. August 2008

Kein Sport, keine Anstrengungen, kein Schwimmen, kein Rad fahren, keinen Sex

So sprach die KiWu-Ärztin am Montag.

Ich habe mich die ganze Woche daran gehalten, auch ohne die Aufforderung, denn ich hätte gar keine Kraft dafür gehabt. Die Wanderung von der Couch zum Balkon war mir die ersten Tage Extremsport genug.

Inzwischen erholt sich der Körper langsam wieder und schaltet auf Normalbetrieb um, Bauch und Brust sind von Ballon- auf Normalgröße zurück, längere Spaziergänge und Treppen steigen sind ohne Schmerzen und Atemnot möglich.

Das sind alles Nebensächlichkeiten, Schmerz vergeht, ja. Und trotzdem finde ich es beachtlich, wie sich der Körper gegen einen Eingriff in seinen Regelkreis wehrt. Die technokratische KiWu-Klinik tut das ab und konzentriert sich auf den medizinischen Fortschritt. Ich hab so meine Bedenken. Die hatte ich vorher auch, und jetzt, hinterher, nachdem ich meine Bedenken auf den Prüfstein (und mich auf den OP-Tisch) gelegt habe, hab ich sie immer noch.

Die Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung durch IVF und ICSI sind ein wunderbarer Fortschritt. Aber wie bei jeder fortschrittlichen Methode muss verantwortungsvoll damit umgegangen werden.
Ehrfurchtsvoller.

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