Montag, 21. September 2009

Nichts geht mehr

Wie abhängig man in der Zivilisation ist! In der Wohnung ist gerade Wasser, Strom und Gas abgestellt und die Heizung natürlich auch. Und nichts geht mehr: Tee kochen, Hände waschen, mehrmals die Toilette benutzen, geschweige denn Essen kochen oder Küche wischen.
Besonders schön, wenn's einen kalt erwischt: heute früh halb acht standen drei Knaben im Blaumann vor der Tür, ich starrte sie an, sie mich. Zwar war der Heizungsumbau seit langem geplant, irgendwann im Herbst, aber der tatsächliche Termin sollte zwei Wochen vorher mitgeteilt werden. Aber da ist wohl mal wieder was schief gelaufen, da war kein Zettel im Briefkasten. Und Murkeline, die schon wieder erkältet ist, hat mich die Nacht kaum schlafen lassen, früh um sieben kam sie endlich zur Ruhe und ich hatte mich gerade auf einen Morgenschlaf gefreut. Nichts da. Eine halbe Stunde zum Duschen und Kaffee kochen konnte ich den Jungs noch abhandeln, dann ging die Invasion der Männer mit schwerem Arbeitsgerät los.
Frau Katze weiß gar nicht mehr, wohin sie flüchten soll, überall wird geräumt und gebohrt und gepoltert, und dort, wo gerade nicht geräumt, gebohrt und gepoltert wird, schreit Murkeline, die beim Räumen, Bohren und Poltern nicht zum Schlafen kommt. Halb vier Uhr machen die Jungs Feierabend - und stehen morgen früh halb acht wieder auf der Matte. Und das die ganze Woche lang. Genau das, was man sich wünscht mit krankem Baby im Haus.

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