Sonntag, 5. Oktober 2008

Ungeborene Kinder




So sah es aus am Dienstag vorm Reichstag in Berlin. Regen und kalter Herbstwind und die Puppenaktion von Aktion Kinderwunsch e.V.

Leider war der große, offene Platz vorm Reichstag kundgebungsfreie Zone und der Standort der Demonstranten hinter einem Bauzaun leicht getarnt, aber trotzdem: 1000 Puppen saßen da, Symbol für ungeborene Kinder, weil Kinderwunschbehandlungen in Deutschland nicht für jeden und nicht so oft wie nötig bezahlt werden, und viele Paare sich das nicht leisten können, während Singles gar nicht erst behandelt werden dürfen.

Presse und TV waren reichlich vertreten, die Vereins-Pressesprecherin vollbrachte das Kunststück, stundenlang im Kostümchen im Regen Interviews zu geben, ohne sich Frisur und Bluse vom Regen verunstalten zu lassen. Jetzt müssen die Beitragsmacher nur noch vernünftige Beiträge schneiden und gute Sendezeiten ergattern.

Die fetten Aktenordner mit den gesammelten Unterschriften unter dem Forderungskatalog wurden dem Bundesministerium für Gesundheit übergeben. Hoffentlich verstauben sie nicht bei Ulla Schmidt in der Abstellkammer. Ihre Staatssekretärin war zumindest erst mal aufgeschlossen.

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